Gynäkologie

Gynäkologie


Meine Leidenschaft für diesen speziellen Fachbereich in der Physiotherapie hat sich besonders in den letzten Jahren verstärkt. Immer wieder flossen frauenspezifische Themen wie ungeklärter Beckenschmerz, Menstruationsprobleme, Kinderwunsch und Ähnliches in Ausbildungsinhalte ein.

So lernte ich beispielsweise, dass viele körperliche Symptome öfter als gedacht als „hinzunehmen“ gelten, aber durch einfache physiotherapeutische Behandlungen relativ rasch verbesserbar wären.

Ein wunderbares Bespiel hierfür sind Schmerzen, die sich oft erst Monate oder auch Jahre nach einem Kaiserschnitt oder einer  schwierigen Geburt (Narbenbildung nach Dammriss, -schnitt, Saugglockengeburt, Gewebsverklebungen nach Kaiserschnitt) manifestieren. Eine genaue physiotherapeutische Befundaufnahme ermöglicht es uns hier, zum Ursprung des Problems zu gelangen und entsprechende therapeutische Techniken auszuwählen, die rasche Linderung bringen können.

Einflüsse aus anthroposophischen Sichtweisen, einzelnen osteopathischen Techniken (wie craniosacrale Osteopathie) und „fernöstlichen Methoden“ (Shiatsu) ermöglichen mir einen Blick für die Frau über den klassischen „schulmedizinischen“ Tellerrand hinaus. Das bereitet mir große Freude beim Arbeiten, denn die Frau, die zur Therapie kommen möchte, hat ihre ganz eigene Geschichte – und ist somit viel mehr, als nur der Körper, den wir als Therapeuten beHANDeln.

Gerade im Bereich der Gynäkologie empfinde ich diese ganzheitliche Betrachtungsweise eines „Problems“ als unverzichtbar. Jedoch liegen sowohl meinem physiotherapeutischen Befund als auch den entsprechend gewählten Therapiemethoden immer physiologisches und anatomisches Wissen zu Grunde.

Ich lege Wert auf eine diskrete, achtsame Atmosphäre. Die Therapie basiert stets auf dem Vertrauen, dass alles sein DARF und nichts sein MUSS. Sie dürfen stets ausdrücken, was Sie wahrnehmen. Es gibt kein „Richtig“ und kein „Falsch“ – Ihre Empfindungen können für Befund und Therapie nur wertvoll sein.

Behandlungsfelder



Menstruationsbeschwerden
Menstruationsbeschwerden

Die Pharmaindustrie hat inzwischen einige Präparate am Markt, die der Frau während der Menstruation Schmerzfreiheit bringen sollen. Dass es da schon viele Mittel gibt, zeigt, dass Schmerzen während der Regel und auch während dem Eisprung sehr häufig vorkommen. Viele Frauen, auch schon sehr junge, nehmen das als gegeben an. Wenn ich Frage: „Treten während der Menstruation Schmerzen auf?“ Dann höre ich oft „Ja, aber eh normal, wie bei allen.“

Nein, das ist nicht normal. Die Gebärmutter sollte sich während der Menstruation schmerzfrei kontrahieren (zusammenziehen) können. Ist das nicht möglich, so geht man in der viszeralen Therapie davon aus, dass das Gewebe rund um die Gebärmutter erhöhte Spannung hat.

Das Behandlungskonzept meiner Wahl ist hier die viszerale Therapie: die Behandlung der Organe. Es ist nicht immer nur die Gebärmutter selbst, die Schmerzen verursacht, sondern vielmehr die Strukturen, die sie umgeben. Denn die Organe im gesamten Körper liegen aneinander an, es gibt keine freibleibenden Löcher. Durch dieses Aneinanderliegen können Spannungen von einem Organ auf das nächste übertragen werden.

Die viszerale Therapie arbeitet mit manuellen Techniken, die diese Spannungen lösen können. Im Fall von starken Schmerzen während der Menstruation werden Blase, Beckenboden, Dünndarm, Dickdarm, Enddarm auf solche Spannungen hin überprüft. Zwischen den Organen kann es Verklebungen geben, Narben im Bauchraum (Blinddarm, gynäkologische Operationen, Kaiserschnitt,…) können Störfelder und sogenannte Fixationen (nicht lösbare Verklebungen) verursachen. Auch die Haltebänder der Organe und die benachbarten Knochen, an denen sie befestigt sind, werden untersucht und gegebenenfalls behandelt: Kreuzbein (mit dem Steißbein), Schambein und die seitlichen Beckenknochen, an welchen auch sehr viel Muskulatur aus den Beinen und dem Rumpf ansetzt.

Die Behandlung braucht erfahrungsgemäß mehrere Sitzungen und zeigt meist nach 2-3 Menstrautionszyklen den ersten Erfolg. Zu welchem Zykluszeitpunkt die Behandlung am wirkungsvollsten ist, entscheide ich mit jeder Patientin individuell. Therapiehäufigkeit und -abstände wähle ich dabei ebenso je nach Beschwerdebild.

Eine besondere Vorgehensweise erfordert das Krankheitsbild der Endometriose. Hier liegt den Schmerzen eine tatsächliche strukturelle Ursache zugrunde.Das Endometrium, also die Gebärmutterschleimhaut, befindet sich hier nicht nur in der Gebärmutter, sondern kann im Bauch überall verteilt sein: unter anderem im Dickdarm, in den Dünndarmschlingen, im Rektum (Enddarm). Überall dort baut sich die Schleimhaut genauso auf und ab wie in der Gebärmutter, das heisst, das Gewebe reagiert auch dort hormonell. Dadurch können während der Blutung Schmerzen in allen genannten Bereichen auftreten. Die Betroffenen leiden oft unter besonders starken Schmerzen. Hier geht es oft nicht ohne Schmerzmedikation. Ein häufiger Therapieansatz ist die Gabe von Hormonen – hier ist die behandelnde Ärztin/ der behandelnde Arzt die richtige Anlaufstelle.
Der Behandlungsansatz muss immer interdisziplinär (Gynäkologie, Chirurgie, Ernährung, Psychologie, Physiotherapie) sein, um die unter Endometriose leidende Frau bestmöglich zu begleiten.
Das Potenzial der Physiotherapie liegt ganz klar im Lösen von Verklebungen im gesamten Darmbereich, Spannungen im Beckenboden und Dysbalancen im Beckengürtel. Sinnvoll ist hier erfahrungsgemäß eine regelmäßige Behandlung über einen größeren Zeitraum.


Kinderwunsch
Kinderwunsch

Wenn der Kinderwunsch ganz präsent ist und sich mehr als ein Jahr nichts tut, dann kann das Thema „Baby bekommen“ zu einer Belastung werden. Oft werden Paare in Kinderwunschkliniken vorstellig und informieren sich über die aktuellen Methoden der InVitro-Fertilisation (IVF).

Für eine natürliche Schwangerschaft braucht eine Frau ganz kurz gesagt:

einen funktionierenden Eierstock (für den Eisprung), einen durchlässigen Eileiter (durch den die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter gelangt) und eine gesunde Gebärmutter (in welcher der Embryo wachsen kann).

Während dem Eisprung entspringt dem Eierstock ein Follikel, der das reife Ei enthält. Dieses befindet sich dann im Raum zwischen Eierstock und Eileiter. Dort kommt es zur Befruchtung und die befruchtete Eizelle gelangt über den Eileiter in die Gebärmutter. Diese bildet die Plazenta (Mutterkuchen), welche das Baby bis zur Geburt über die Nabelschnur versorgt.

Dazu braucht es die richtige Menge an Hormonen. Wenn die Hormonkette (vom Gehirn über die Schilddrüse bis zu den Eierstöcken) irritiert ist, dann funktioniert der Zyklus nicht gut/regelmäßig – das kann für eine Schwangerschaft erschwerend sein.

In den meisten Fällen ist die hormonelle Situation ärztlich abgeklärt. Wenn alle Werte der Norm entsprechen und es mit der Schwangerschaft trotzdem nicht klappt, ist das sehr belastend und führt oft zu Frust.

Aus der Sicht der viszeralen Therapie gibt es aber gleich mehrere körperliche Strukturen, auf die es sich lohnen kann, einen Blick zu werfen:

Die Eierstöcke sind klein und können durch Spannung im umliegenden Gewebe gestört werden. Dickdarm, Dünndarm, Gebärmutter und Eileiter haben durch ihre enge Lagebeziehung starken Einfluß auf die sie. Spannungen im Darmbereich übertragen sich sehr schnell auf die Eierstöcke. Blinddarmnarben und sonstige Narben im Unterbauch können diese auf Zug bringen. Weitere Faktoren sind zurückliegende Entzündungen (Narbengewebe), Operationen, Zysten. Ein häufiges Symptom für Spannungen in diesem Bereich ist ein schmerzhafter Eisprung.

Über die Eileiter gelangt die befruchtete Eizelle normalerweise in die Gebärmutter. Hat es im Vorfeld Operationen, Entzündungen, Traumen im Bereich der Eileiter gegeben, so kann ihr ohnehin schmaler Durchmesser verkleinert sein. Dadurch kann die befruchtete Eizelle den Eileiter nicht passieren, was zu einer (gefährlichen!) Eileiterschwangerschaft führen kann.

Die Gebärmutter ist nach vorne, nach hinten und zu beiden Seiten hin mit Bändern am knöchernen Becken befestigt. Diese Bänder können, wenn sie einseitig zu viel Spannung haben (nach Traumen, Operationen) die Gebärmutter in eine verdrehte Position bringen, was eine Schwangerschaft erschweren kann. Zusätzlich kann es Verklebungen/Verwachsungen nach vorne zu den Dünndarmschlingen geben, was auch ein häufiger Grund für Menstruationsschmerzen ist.

Die Organe können behandelt und die Hormonkette über viszerale Techniken (denn die Hormone werden in den Organen produziert) stimuliert werden.

Mit ganz sanften Techniken können auch Frauen behandelt werden, die bereits im Prozess einer IVF sind. Es handelt sich hier um besonders zarte, beruhigende Griffe (zb nach Eierstock-Stimulierung durch Hormongaben).

Ich sehe die Behandlung bei bestehendem Kinderwunsch niemals als alleinige Lösung, sondern vielmehr als Unterstützung auf dem Weg. Ich gebe kein Versprechen auf eine eintretende Schwangerschaft.


Rückbildung
Rückbildung

Es gibt inzwischen ein breites Kursangebot für frisch gebackene Mamas. Viele wollen gerne wieder einen fitten Körper und machen einen Rückbildungskurs.

Die Übungen, die in dieser Rückbildungsgymnastik gezeigt werden, sollen helfen, die körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft quasi wieder ins Lot zu bringen.

Aber woran orientiert Frau sich am besten? Was ist das eigentliches Ziel der Rückbildung?

Zunächst bedeutet das Wort Rückbildung das Zurückkehren des Körpers in seine Form vor der Schwangerschaft. Damit sind Bauch, Gebärmutter, Vagina, Beckenboden, Hormone gemeint.

Der Volksmund sagt: „Der Bauch kommt 9 Monate und er geht auch 9 Monate“. Das ist eine allgemeine Zeitangabe für die Rückbildung. Denn manches geht schneller, manches langsamer. Die Gebärmutter zum Beispiel bildet sich bereits kurz nach der Geburt zurück und braucht in den meisten Fällen keine Unterstützung dafür.

Anders sieht es mit da mit der Bauchmuskulatur und dem Beckenboden nach der Geburt aus.

Der Bauch wächst während der Schwangerschaft auf eine beachtliche Größe heran. Es ist weitläufig bekannt, dass die beiden Anteile (Bäuche) des geraden Bauchmuskels länger werden und auseinander weichen. Dabei eintsteht ein Spalt, die Rektusdiastase. Sie ist im letzten Drittel (Trimenon) der Schwangerschaft eine vollkommen normale Sache. Bei manchen Frauen bildet sie sich nach der Geburt zurück, bei manchen bleibt sie bestehen. Ob hier eine therapeutische Intervention notwendig ist, hängt von der Breite, Tiefe und der Spannung der darunterliegenden Mittellinie ab. Die entsprechende Abklärung dazu gehört in kompetente Hände.

Handelt es sich um eine manifeste Rektusdiastase, so empfehle ich in jedem Fall eine individuelle Untersuchung und Behandlung. Denn je genauer bekannt ist, welche Muskeln gekräftigt werden müssen und welche eher entspannt werden sollten, umso eher kann die Bauchmuskulatur wieder ausgewogen und effizient arbeiten – und eine gut arbeitende Bauchmuskulatur unterstützt die Blase und somit die Kontinenz (also das Dichtbleiben).

Die Bauchmuskulatur bildet gemeinsam mit der Rückenmuskulatur, dem Beckenboden und dem Zwerchfell die sogenannte Rumpfkapsel. Sie sind alle Teamspieler im Rumpf und jeder einzelne arbeitet nur dann ökonomisch und ausreichend, wenn alle anderen das auch tun. Sind die beiden Bauchmuskelanteile zu weit auseinander (Rektusdiastase), so kann man davon ausgehen, dass die Stabilität in der darunterliegenden Schicht noch nicht gewährleistet ist. Ob diese Stabilität gewährleistet ist, kann ich durch Ertasten erspüren und mit Hilfe meines Echtzeitultraschalls erkennen, welche Übungen diese Linie in positiver Weise auf Spannung bringen und welche Stress auf sie ausüben.

Der Beckenboden leistet Erstaunliches.

Während der Schwangerschaft trägt der Beckenboden nicht nur die Organe, sondern auch das Gewicht des Babys. Während der Geburt gibt er ganze 10-15cm nach unten nach – eine beachtliche Leistung. Der Nerv, der für die motorische Kontrolle der Muskulatur und auch für das Spüren im Genitalbereich verantwortlich ist, wird während der Geburt stark komprimiert, da er nicht ausweichen kann. Dadurch ist es vielen Frauen anfangs nicht gut möglich, den Beckenboden zu spüren und korrekt anzusteuern, also anzuspannen. Bezogen auf den Beckenboden bedeutet Rückbildung das Wiedererlernen der tiefenstabilisierenden Funktion des Beckenbodens: das korrekte Vorab-Aktivieren der tiefen Beckenbodenschicht bei sämtlichen Aktivitäten des (täglichen) Lebens.

Wichtig: Kommt es nach der Geburt zu Harn- und/oder Stuhlverlust, so muss individuell nach der Ursache geforscht werden. Es wird davon abgeraten, wahllos ein Beckenbodenprogramm „herunterzurattern“. Man weiß inzwischen, dass viele Frauen den Beckenboden während der Übungen nicht richtig aktivieren, was die Problematik sogar verstärken kann. Das muss geändert werden, denn sonst ergeben die Übungen keinen Erfolg.

Und auch, wenn der Beckenboden sehr wohl richtig aktiviert wird, darf nicht wahllos „zusammengezwickt“ werden. Das kann zu einem sogenannten verspannten Beckenboden (hypertoner Beckenboden) führen und auch das kann das Problem des Urinverlusts nach einer Geburt verstärken. Denn ein verspannter Muskel hat nicht die selbe reaktive Fähigkeit (Husten, Niesen) wie ein Muskel mit normalem Spannungszustand. Hier wäre der Therapieansatz eine Entspannungstherapie für den Beckenboden, das heißt, die Entspannungsfähigkeit der Muskulatur wieder herzustellen. Damit sie auf vermehrte Beanspruchung (wie Hüpfen, Husten, Heben, Laufen) optimal reagieren kann.

Weil jede Frau einzigartig ist (Geburtsverläufe, Anzahl der Geburten, private Unterstützung,…) und auch einen anderen Alltag hat (Anforderungen in der Arbeit, Anzahl der Kinder, Kinder mit besonderen Bedürfnissen,…), ist auch meine Herangehensweise individuell. In meiner Therapie nehme ich daher all das ganz genau unter die Lupe. Der Zustand und die Arbeitsweise der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur werden immer individuell erfasst und Fehlerquellen (wie falsches Anspannen) werden erkannt und korrigiert.


Beckenboden
Beckenboden

Der Beckenboden ist nicht nur ein einziger Muskel, sondern vielmehr bezeichnet er gleich mehrere Muskelschichten. Die Einteilung variiert von Literatur zu Literatur, aber vereinfacht gesagt gibt es drei Schichten:
– äußere Schicht: urogentitales Dreieck mit Muskeln rund um Harnröhre und Klitoris
– mittlere Schicht: zwischen den Sitzbeinhöckern (querverlaufend), bildet den Damm
– tiefe Schicht: zieht vom Schambein zum Steißbein

Die Aufgabe des Beckenbodens besteht darin, die Organe in Position zu halten sowie Blase und Enddarm dicht zu verschließen.

Wenn die Muskulatur des Beckenbodens schwach ist, können einerseits die Organe nicht an ihrem Platz gehalten werden, andererseits ist die Verschlussfunktion nicht mehr gesichert – dadurch kann beim Husten, Niesen, Lachen Harn und/oder Stuhl verloren gehen.

Eine solche Situation gehört auf jeden fall in Fachhände und es ist nicht mit einfachem „Zusammenzwicken“ getan. Wahlloses Anspannen ohne Grundlage kann die Situation noch verstärken. Der Beckenboden kann sich dadurch verspannen. Das bedeutet, dass der Muskel nach seiner Anspannung nicht zu einer schnellen Entspannung fähig ist – dadurch wird die federnde Aktivität der tiefen Beckenbodenschicht eingebüßt, die aber für die Kontinenz maßgeblich ist.

Meine therapeutische Erfahrung auf diesem Gebiet zeigt mir deutlich: Probleme mit dem Beckenboden sind immer individuell zu betrachten. Erst, wenn ich mir in der Einzeltherapie einen Überblick über Art und Entshung der Beschwerden gemacht und ein individuelles Programm für die Patientin zusammengestellt habe, empfehle ich eine Gruppentherapie.

In der Einzeltherapie ist es mein wichtigstes Ziel, die Ursache für die Beschwerden herauszufinden.
Eine ausführliche Anamnese (Gespräch) sowie körperliche Untersuchung sind die Grundlage für eine effektive Behandlung. Mithilfe des Echtzeitultraschalls (über die Bauchdecke) kann ich sowohl die korrekte Anspannung des Beckenbodens als auch den dosierten Krafteinsatz der Bauchmuskulatur feststellen. Ich kann erkennen, ob der Beckenboden und der tiefe, quere Bauchmuskel jeder für sich und auch miteinander anspannen können (Kokontraktion), was für die Stabilität im Rumpf enorm wichtig ist (und dies wiederum für den Beckenboden).

Die vaginale Untersuchung führe ich in diskreter Atmosphäre durch. Sie dient dazu, die Kraft der tiefen Beckenbodenschicht zu messen, Asymmetrien zu erkennen und (eventuelle) Organsenkungen (Blase, Gebärmutter, Rektum) zu beurteilen. Auf einen möglichen Dammschnitt oder -riss gehe ich dabei besonders vorsichtig ein.

Durch diese genaue physiotherapeutische Befunderhebung kann ich auf alles eingehen, was zum Beschwerdebild führen kann und so einen angepassten Therapieplan erstellen. In den meisten Fällen kombiniere ich ein individuelles Heimübungsprogramm mit regelmäßigen Behandlungen in meiner Praxis.


Operationen
Bauchoperationen

Die Betreuung vor und nach Bauchoperationen egal welcher Art ist mir ein besonderes Anliegen.
Denn unabhängig von der Operationstechnik (Schnitt oder Knopflochchirurgie) können die rundum liegenden Organe, Muskeln und Faszien davon beeinträchtigt werden.

Wir wissen, dass die Organe in sich und auch zueinander beweglich sein müssen, damit der Körper sich insgesamt gut bewegen kann.

Operationen sind wie kleine Traumen, die verursachen können, dass genau diese In-Sich-Bewegung eines oder mehrerer Organe und auch auch die Bewegung der Organe untereinander irritiert wird. Denn es können Adhäsionen (Verklebungen) entstehen, die das Gleiten der Organe aneinander verhindern.

Das Potenzial meiner Behandlung liegt darin, diese Irritationen durch sanfte Techniken zu beruhigen und Adhäsionen an der operierten Stelle zu vermeiden. Dadurch kann verhindert werden, dass ein Organ seine Spannung auf das nächste überträgt und bei längerem Bestehen eine sogenannte Läsionskette bildet. Läsionsketten können lokal Probleme verursachen (Schmerzen, eingeschränkte Organfunktion) und letztlich bis zum Bewegungsapparat führen. Und auch dort können Schmerzen und/oder eingeschränkte Beweglichkeit resultieren.

Die häufigsten Operationen meiner PatientInnen sind:
Endometriose-Operationen
Sämtliche bauchchirurgische Eingriffe
Herz- und Thoraxchirurgie
Schilddrüsen-Operationen

Auch als Vorbereitung für eine Operation können mobilisierende, viszerale Techniken sinnvoll sein. Das entscheide ich je nach geplanter Operation gemeinsam mit meinen PatientInnen.

Absolvierte Fortbildungen zum Thema


  • BM-Balance: Konzept für Blase, Becken, Prostata (Integration des gesamten Körpers in Befund und Therapie des Beckenbodens)
  • Beckenbodendysfunktionen bei Frau und Mann (Angela Heller)
  • Beckenbodenfunktionen (bei Beate Carriére)
  • Schwangerschaftsbegleitung/Geburtsvorbereitung nach A. Heller
  • Rückbildung nach A.Heller
  • Training während und nach der Schwangerschaft
  • Intensivlehrgang Frauenheilkunde Margret Madejsky & Olaf Rippe München
  • Aromatherapie in der Frauenheilkunde
  • Beckenboden interdisziplinär: Prävention und Rückbildung (fächenübergreifendes Seminar mit Hebammen und PhysiotherapeutInnen)
  • Viszeraltherapie: Läsionskette Urogenitaltrakt-Wirbelsäule-Hüfte
  • Viszeraltherapie: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt
  • Viszeraltheapie: Läsionskette Verdauungstrakt-Wirbelsäule
  • geräteunterstütztes Beckenbodentraining
  • Vaginale Palpation und Behandlung
  • Peritoneale/Fasziale Adhäsionen nach dem Liedler-Konzept
Fortbildungen