Angelika Moyzisch - Gynäkologie

Gynäkologie

Gynäkologie


Meine Leidenschaft für diesen speziellen Fachbereich in der Physiotherapie hat sich besonders in den letzten Jahren verstärkt. Immer wieder flossen frauenspezifische Themen wie ungeklärter Beckenschmerz, Menstruationsprobleme, Kinderwunsch und Ähnliches in Ausbildungsinhalte ein.

So lernte ich beispielsweise, dass viele körperliche Symptome öfter als gedacht als „hinzunehmen“ gelten, aber durch einfache physiotherapeutische Behandlungen relativ rasch verbesserbar wären.

Ein wunderbares Bespiel hierfür sind Schmerzen, die sich oft erst Monate oder auch Jahre nach einem Kaiserschnitt oder einer  schwierigen Geburt (Narbenbildung nach Dammriss, -schnitt, Saugglockengeburt, Gewebsverklebungen nach Kaiserschnitt) manifestieren. Eine genaue physiotherapeutische Befundaufnahme ermöglicht es uns hier, zum Ursprung des Problems zu gelangen und entsprechende therapeutische Techniken auszuwählen, die rasche Linderung bringen können.

Einflüsse aus anthroposophischen Sichtweisen, einzelnen osteopathischen Techniken (wie craniosacrale Osteopathie) und „fernöstlichen Methoden“ (Shiatsu) ermöglichen mir einen Blick für die Frau über den klassischen „schulmedizinischen“ Tellerrand hinaus. Das bereitet mir große Freude beim Arbeiten, denn die Frau, die zur Therapie kommen möchte, hat ihre ganz eigene Geschichte – und ist somit viel mehr, als nur der Körper, den wir als Therapeuten beHANDeln.

Gerade im Bereich der Gynäkologie empfinde ich diese ganzheitliche Betrachtungsweise eines „Problems“ als unverzichtbar. Jedoch liegen sowohl meinem physiotherapeutischen Befund als auch den entsprechend gewählten Therapiemethoden immer physiologisches und anatomisches Wissen zu Grunde.

Ich lege Wert auf eine diskrete, achtsame Atmosphäre. Die Therapie basiert stets auf dem Vertrauen, dass alles sein DARF und nichts sein MUSS. Sie dürfen stets ausdrücken, was Sie wahrnehmen. Es gibt kein „Richtig“ und kein „Falsch“ – Ihre Empfindungen können für Befund und Therapie nur wertvoll sein.

Behandlungsfelder


Begleitung bei gynäkologischen Erkrankungen sowie urologischen und gynäkologische Operationen
Sollte eine Operation unvermeidlich sein, so liegt das Potenzial der Therapie darin, den Körper optimal darauf vorzubereiten. Dabei können diverse Übungen genauso wie gewebemobilisierende Behandlungen hilfreich sein. Auch NACH einem operativen Eingriff können Therapieeinheiten dazu beitragen, den Heilungsverlauf im operierten Gebiet SANFT zu begleiten und positiv zu beeinflussen.

Schwangerschaftsbegleitung
Wichtig: eine Schwangerschaft ist zunächst keine Erkrankung, daher auch keine Diagnose, die an sich schon therapiebedürftig ist.Kommt der Körper allerdings mit dieser Umstellung/Anpassung nicht optimal zurecht, so sprechen wir von Schwangerschaftsbeschwerden. Übelkeit, Kreuzschmerzen, Diabetes Mellitus, Wasseransammlungen, Hämorrhoiden u.a. können sehr belastend und einschränkend werden. Die Unterstützung bei diesen Beschwerden fällt in das erste Feld meiner Arbeit mit werdenden Mamas.Das zweite Feld in der Arbeit mit Schwangeren ist die Geburtsvorbereitung aus der Sicht des Gewebes. Der Beckenboden und seine umliegenden Strukturen können sehr einfach auf die Geburt vorbereitet werden.

Rektale Behandlung
Für die Geburt ist es notwendig, dass das Köpfchen des Kindes guten Platz findet, um durch das Becken nach aussen kommen zu können. Manchmal ist dabei das Steißbein der Mutter eine Erschwernis bzw sogar ein Hindernis für das Kind.
Hier gibt es ca 3-4 Wochen vor der Geburt die Möglichkeit der internen Steißbeinbehandlung. Das bedeutet, dass das Steißbein von innen behandelt wird. Das ist nur EINMAL notwendig und dauert 10 bis maximal 20 Minuten. Das Ziel ist, das Steißbein so zu beeinflussen, dass es in der Geburtsphase nachgeben kann und somit Platz für das Baby machen kann.
Falls Sie sich für diese Behandlung entscheiden, so bekommen Sie natürlich schon im Vorfeld ausführliche Informationen und wir klären alle wichtigen Fragen dazu. Dann machen wir uns einen für Sie passenden Zeitpunkt für die Behandlung aus.

Kaiserschnitt
Ein Kaiserschnitt (auch Sectio genannt) ist entweder von vornherein die gewünschte Geburts“methode“ oder aber aus diversen medizinischen Notwendigkeiten ein sogenannter Notkaiserschnitt, d.h. die operative Beendigung einer Geburt, wenn die werdende Mutter und/oder das Kind in Gefahr ist/sind.
In jedem Fall ist der Kaiserschnitt eine große chirurgische Intervention mit einem Schnitt von ca 15cm (plus/minus) Länge. Es wird die Bauchfaszie durchtrennt und es entseht natürlich Narbengewebe, das auch in die Tiefe zieht. Das kann Probleme wie lokale Schmerzen bereiten, aber auch zu Schwierigkeiten beim Harnlassen/Stuhlgang und zu Schmerzen in der unteren Lendenwirbelsäule/Kreuzbein-Darmbeingelenk (kurz ISG) führen.
Sowohl die oberflächliche Narbe als auch die tieferziehenden Gewebsverletzungen können mit sogenannten viszeralen Techniken behandelt werden.

Rückbildung
Rückbildung bedeutet, Muskulatur und Gewebe nach der Schwangerschaft möglichst in den „ursprünglichen“ Zustand zurückzubringen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die ich aus persönlicher Erfahrung gerne kombiniere:


1. Einzelsitzung:

Die erste Einheit einer Rückbildung mache ich sehr gerne in meiner Praxis im Rahmen einer Einzelsitzung. Denn nur auf dieser individuellen Basis habe ich ausreichend Zeit, einen umfassenden Überblick zu gewinnen und auf besondere Fragen näher einzugehen.
In meiner Praxis verfüge ich über ein sogenanntes Echtzeit-Ultraschall-Gerät (kurz EZUS genannt), das mir gerade in der frühen Phase der Rückbildung als sehr hilfreich erscheint.
Der Schallkopf wird so am Unterbauch angelegt, dass auf dem Bildschirm die Blase deutlich zu erkennen ist. So ist deutlich zu erkennen, ob der Beckenboden richtig angespannt wird und ob es hinsichtlich der Kraft links und rechts Unterschiede gibt. Es ergibt sich daraus ein ganz individueller Trainingsvorschlag.

2. Gruppe:

NEU: ab April 2019
Rückbildung & Beckenboden BASIS/ 5-Wochenkurs

Seit Frühling 2018 gibt es auch die wunderbare Option, gemeinsam mit anderen Mamas und Babies Rückbildungsübungen zu machen. Dazu kann ich den neu renovierten Raum im SPIELRINGEL (Mollgasse 11-13, 1180 Wien) nutzen.

Bis zu acht Mama-Baby-Teams finden hier Platz.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Wahrnehmen und Trainieren des Beckenbodens und sämtlicher Muskelgruppen, die den Beckenboden beeinflussen. Wir trainieren auf Matten und Bällen sowie zwischendurch auch mit anderen Hilfsmitteln wie Therabändern.


Kosten:

65 €

Anmeldung:
per Mail unter info@angelikamoyzisch.at

Kursort:
SPIELRINGEL
Mollgasse 11-13, 1180 Wien

Es ist ausreichend Platz für mehrere Kinderwägen • Es ist ab 15min vor Kursbeginngeöffnet • Achtung: Kurzparkzone.

Angelika Moyzisch - Gynäkologie
Terminübersicht

Absolvierte Fortbildungen zum Thema


  • BM-Balance: Konzept für Blase, Becken, Prostata (Integration des gesamten Körpers in Befund und Therapie des Beckenbodens)
  • Beckenbodendysfunktionen bei Frau und Mann (Angela Heller)
  • Beckenbodenfunktionen (bei Beate Carriére)
  • Schwangerschaftsbegleitung/Geburtsvorbereitung nach A. Heller
  • Rückbildung nach A.Heller
  • Training während und nach der Schwangerschaft
  • Intensivlehrgang Frauenheilkunde Margret Madejsky & Olaf Rippe München
  • Aromatherapie in der Frauenheilkunde
  • Beckenboden interdisziplinär: Prävention und Rückbildung (fächenübergreifendes Seminar mit Hebammen und PhysiotherapeutInnen)
  • Viszeraltherapie: Läsionskette Urogenitaltrakt-Wirbelsäule-Hüfte
  • Viszeraltherapie: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt
  • Viszeraltheapie: Läsionskette Verdauungstrakt-Wirbelsäule
  • geräteunterstütztes Beckenbodentraining
Angelika Moyzisch - Gynäkologie